HALDA

HEUER BREITLING HANHART MINERVA

DIVERSE

ANKAUF RALLYING REPARATUREN NEWS      
HEUER: Chronik | Bord-Uhren | Stoppuhren | Angebot Einzeluhren | Angebot Rallye-Sets | Kontakt | Home |

HEUER: Bord-Uhren

Eduard HEUER hat sich von Anbeginn (Chronik von Heuer) mit Chronographen beschäftigt und hat bereits 1933 mit der AUTAVIA den ersten Bord-Chronographen für Rennwagen und Flugzeuge (Aut-Avia) präsentiert.

   
 

Im Bild eine frühe AUTAVIA, bestückt mit einem Valjoux 59 Uhrwerk und Zifferblatt mit Tachymeterskala. Der Drücker ist links angebracht und dient der Additionsfunktion: Start mit Krone, Stopp mit Drücker, weiter mit Drücker. Über die Krone funktioniert diese Ausführung als Kronenstopper. Damit konnten die Stunden mit Register bei 6 Uhr, die Minuten mit dem Register bei 12 Uhr und die Sekunden mit dem Chronographen gemessen werden.

   
 
 

 

 

Die 8 Tage MASTER-TIME hat bei Heuer die längste Tradition unter den Borduhren, wurde sie doch von 1933 bis zu deren Produktionsende 1985 hergestellt. Das erste Rallye Set bestand in einem so genannten HERVUE Timer (links im Bild) zusammen mit einer frühen AUTAVIA.

 

 

Die HERVUE Master-Time war mit einem Uhrwerk von Revue bestückt und so fällt auf, dass die Bezeichnung HERVUE das Akronym aus HEUER und REVUE ist.

   
 Im Bild ein frühes AUTAVIA Paar.
   
   
  Die AUTAVIA wurde bis 1958 weiterentwickelt und produziert. Wesentlichstes Merkmal an dieser Entwicklung war ein neues Uhrwerk - Valjoux 340 - und damit der Rückstellungsknopf auf der rechten Seite. Die Funktionen entsprechen einem Additionsstopper. Ab 1958 kam sie als SUPER-AUTAVIA auf den Markt (siehe Seitenende).
   
  

Abgebildet ein Set, bestehend aus einer HERVUE und einer späteren AUTAVIA. Es wurde von Heuer als sog. HERVUE Paar angeboten.
   

1958 wurde die AUTAVIA als Borduhr durch die famosen MONTE-CARLO Chronographen abgelöst.

Die frühen MONTE-CARLO besassen zwei seitliche Drücker. Der linke für das Nullen der Stunden (oder z.B. auch zu verwenden für das Aufzählen der gefahrenen Runden), der rechte zum Nullen des Minuten- und Sekundenzeigers.

   

Im Bild die erste MONTE-CARLO aus dem Jahr 1957, hier mit einer Tachymeterskala im Zifferblatt. Der Schriftzug ist kursiv auf der Höhe der Zeigerachse angebracht und über dem Heuer-Logo steht Auto-Rallye. Weitere typische Merkmale für diese Ausführung sind der "Fischschwanz"-Minutenzeiger und der Lollipop am Sekundenzeiger. Diese sog. Drei-Knopf MONTE-CARLO waren bestückt mit einem Schild 1666 Uhrwerk.
   
   
Die zweite Generation der MONTE-CARLO. Wesentliches Merkmal dieser Serie sind die modernen Zeiger, welche bis Produktionsende verwendet wurden. An den Bezeichnungen im Zifferblatt hat sich nichts geändert. Im Bild eine sog. Standard-Version.
   
   
Und dann folgte diese etwas merkwürdige Serie: Das Zifferblatt weist nun das bis zum Produktionsende verwendete HEUER-Logo mit der Bezeichnung MONTE-CARLO auf, aber die Zeiger sind wieder die von der ersten Serie! Vielleicht waren da noch zu viele "alte" Zeiger an Lager, die noch verbaut werden mussten? In der Literatur habe ich keine anderen Hinweise gefunden, als diese Vermutung. Für Sammler eine sehr interessante "Zwischenserie".
   
   
Dieses Modell, die dritte und letzte Generation der MONTE-CARLO mit den zwei seitlichen Knöpfen, ist das meistverbreitete. Versehen mit den schnörkellosen Zeigern der zweiten Serie war sie erhältlich in den Varianten Standard, Dezimal und Tachymeter. Vielfach auch anzutreffen mit der Master-Time 3-6-9-12, damals zur Rallye-Master gepaart.
   
 
Unmittelbar nach Beginn der Produktion der ersten MONTE-CARLO im Jahr 1957, brachte HEUER die MASTER-TIME auf den Markt. Einerseits sollte sie die HERVUE ablösen und andererseits als Teil der RALLYE-MASTER dienen.
   
   
Die 1958 lancierte MASTER-TIME war bis 1964 mit einem Revue Thommen 63 Uhrwerk bestückt und hatte das sog. 3-6-9-12-er Zifferblatt. Ab 1964 wurde ein Arogno Cal. 28H Uhrwerk eingebaut. Diese Serie wurde bis 1967 gefertigt.
   
   
Das Bild zeigt ein frühes Modell der RALLYE-MASTER, bestehend aus Master-Time und Monte-Carlo, auf einer verchromten Stahlplatte von Heuer montiert. Auf der Rückseite war der jeweilige Firmennamen eingestanzt.
 
 
Das Bild zeigt die letzte Ausführung der RALLYE-MASTER aus der Generation der 3-6-9-12 Master-Time und der Drei-Knopf Monte-Carlo. Diese wurde von 1958 bis 1967 angeboten.
 
 
Die MONTE-CARLO sind noch heute das non plus Ultra in Sachen Bord-Chronographen. Augenfälliges Merkmal ist die Stundenangabe mittels Drehscheibe im Fenster bei 6 Uhr. Die genaue Zeitmessung der MONTE-CARLO, die mit verschiedenen Zifferblättern bedarfsgerecht angeboten werden konnte, kombiniert mit der MASTER-TIME, genügte allen Anforderungen der damaligen Rallyeassen.
 
Ab 1964, zeitgleich mit der Fusion mit Leonidas S.A. erfuhren sowohl die MASTER-TIME, als auch die MONTE-CARLO einige mechanische und optische Veränderungen.
 
 
Die MONTE-CARLO waren ab 1967 mit einem Valjoux 7714 Uhrwerk und nur noch mit einem seitlichen Rückstellknopf rechts bestückt. Dieser stellte alle Zählwerke gleichzeitig auf Null. Herstellungszeit von 1967 bis 1975.
   
   
Ab 1964 kam die MASTER-TIME einerseits mit dem Arogno Cal. 28H Uhrwerk und andererseits mit dem sog. 12 Std.-Zifferblatt daher. Zeitgleich erhältlich war auch ein  24 Std.- Zifferblatt. Diese Modelle wurden so bis 1975 hergestellt.
   
   
Bestückt wurden ab 1967 die neuen RALLYE-MASTER mit der 12 Std. Master-Time und der Zwei-Knopf Monte-Carlo. Im Bild die Monte-Carlo mit dem gesuchten Tachymeter-Zifferblatt.
   
   
Mitte der 70-er Jahre wurden die bis anhin verchromten Gehäuse, Kronen und Drücker durch Kunststoff ersetzt. Die MASTER-TIME, wie auch die MONTE-CARLO kamen auf Kunststoffplatten mit einem Bajonettverschluss auf den Markt und wurden so bis 1985 produziert.
Die RALLYE-MASTER wurde auch mit diesen Modellen angeboten, wobei die Kunststoffplatten der Uhren lediglich auf eine angebotene Metallplatte befestigt wurden.
 
 
Neben den Monte-Carlo wurden auch SEBRING Uhren produziert. Im Gegensatz zu den Monte-Carlo waren diese Uhren mit einem Schleppzeiger (Rattrapante) bestückt und von daher für Rallyes auch sehr begehrt.
 
 
Die SEBRING hatten in der Zeit von 1960 bis 1967 ein A. Schild 1564R Uhrwerk eingebaut. Das typische Merkmal dieser Serie ist die Asymmetrie der beiden seitlichen Drücker. Von 1967 bis 1975 kamen Valjoux 7711 Uhrwerke zum Einsatz und damit war die Anordnung der beiden Drücker wieder symmetrisch. (Bilder: links frühes, rechts späteres Modell) 
 
   
Aber auch die zu Beginn der ganzen Borduhren-Ära lancierte Autavia wurde weiterentwickelt und mutierte zur SUPER-AUTAVIA.  
   
   
Die SUPER-AUTAVIA ist eine 12 Stunden-Uhr mit Stoppfunktion, Sekunden und Minutenregister. In ihrer Produktionszeit von 1958 bis 1975 gab es insgesamt vier Modelle (inkl. der 24 Std. Version). Die frühen Chronographen waren mit dem Valjoux 76 Werk ausgerüstet, die späteren mit dem Valjoux 5. Ausser, dass es ein Modell mit 24-Stunden Zifferblatt gab (siehe auch Master-Time), änderte sich am Konzept der SUPER-AUTAVIA grundlegend nichts.
(im Bild: letztes Modell)
   

 

 

 

 

© Classic Rallye Timers, J.-F. Wulpillier, CH-8864 Reichenburg | Kontakt |